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29.9.2026 | Zuletzt aktualisert am 29.9.2026

5 min

KI-Agenten im Treasury: Schneller zu Antworten aus kontrollierten Finanzdaten

Treasury-Teams verbringen viel Zeit damit, Informationen abzurufen, die in ihren Systemen bereits vorliegen. Wie hoch ist der Cash-Bestand nach Bank und Währung? Welche Zahlungen wurden heute abgelehnt? Wie viel wurde im vergangenen Monat an einen bestimmten Kontrahenten gezahlt? Und wo findet ein neuer Kollege die richtige Einstellung für einen Prozess?

Häufig entscheidet nicht die Verfügbarkeit der Daten darüber, wie schnell eine Antwort kommt, sondern die Kenntnis der passenden Maske, Filter, Reports oder Ansprechpartner. Nomentia AI schafft einen zusätzlichen Zugang in natürlicher Sprache zu den jeweils lizenzierten Nomentia-Funktionen. Nutzer können fachliche Fragen stellen und erhalten Antworten auf Grundlage aktueller Daten, für die sie berechtigt sind. Eine spontane Nachfrage muss dadurch nicht jedes Mal zu einer neuen Such- oder Exportaufgabe werden.

Finanzinformationen lassen sich in natürlicher Sprache abfragen

Nomentia AI ist auf die Treasury-Umgebung des jeweiligen Kunden ausgerichtet. Je nach verfügbaren und lizenzierten Funktionen können Nutzer unter anderem Fragen zu Bankkonten, Salden, Kontoauszügen, Zahlungen, Lastschriften, Zahlungsstatus, Gesellschaften, Finanzgeschäften, FX-Kursen sowie Nutzern und Rollen stellen. Auch bei Fragen zur Bedienung der Nomentia-Lösung kann die KI direkt im Kontext unterstützen.

Die Antwort kann als kurzer Text, Tabelle oder Diagramm ausgegeben werden. Bei Bedarf lassen sich Reports anlegen, die über das einzelne Gespräch hinaus erhalten bleiben und später erneut verwendet werden können. Die KI berücksichtigt außerdem den bisherigen Gesprächsverlauf: Wer beispielsweise zunächst nach Zahlungen einer Gesellschaft fragt, kann anschließend den Zeitraum einschränken oder dieselben Daten nach Währung aufschlüsseln lassen, ohne die ursprüngliche Anfrage vollständig neu zu formulieren.

Der Berechtigungsumfang bleibt unverändert

Die bequemere Abfrage führt nicht zu einem erweiterten Datenzugriff. Nomentia AI verwendet die Rollen- und Gesellschaftsberechtigungen der Person, die die Frage stellt. Ist ein Bankkonto, eine Gesellschaft oder ein lizenziertes Modul für diesen Nutzer nicht zugänglich, erhält die KI darüber auch keine zusätzlichen Informationen.

Für Treasury-Teams, in denen Funktionstrennung und geregelte Zugriffsrechte zum Tagesgeschäft gehören, ist das entscheidend. Die Frage darf einfacher werden; das Berechtigungsmodell dahinter bleibt bestehen. Dasselbe gilt, wenn die Anfrage über einen zugelassenen externen KI-Client statt direkt über die Nomentia-Oberfläche erfolgt.

Die KI versteht die Frage, Nomentia berechnet den Wert

Bei finanziellen Berechnungen ist die Aufgabenverteilung bewusst klar. Nomentia AI ermittelt weder Positionen noch Währungsumrechnungen oder aggregierte Beträge aus dem vermeintlichen Wissen des Sprachmodells.

Die KI interpretiert die Frage und ruft den passenden, kontrollierten Nomentia-Systemdienst auf. Dieser greift auf die aktuellen Daten des jeweiligen Kunden innerhalb des zulässigen Berechtigungsumfangs zu und führt die Berechnung nach festgelegter Logik aus. Anschließend bereitet das Sprachmodell das Ergebnis verständlich auf.

So übernimmt KI das, wofür sie geeignet ist: natürliche Sprache verstehen, den passenden Dienst auswählen und die Antwort erläutern. Die finanzielle Logik bleibt dort, wo sie hingehört – in der dafür vorgesehenen Treasury-Anwendung.

Vom Abrufen von Informationen zur Vorbereitung von Aufgaben

Bei unterstützten Funktionen kann Nomentia AI über reine Auskünfte hinausgehen, etwa indem die KI ausgewählte administrative Änderungen vorbereitet. Bevor eine solche Änderung im System übernommen wird, muss der Nutzer sie ausdrücklich bestätigen.

Damit bleibt erkennbar, wann aus einem Vorschlag eine tatsächliche Aktion wird. Bestehende Freigabeverfahren laufen weiterhin über die dafür vorgesehenen Rollen und Prozesse. Nomentia AI genehmigt keine Zahlungen und umgeht keine Freigaberegeln der einzelnen Module. Sie kann helfen, einen Sachverhalt zu verstehen und den nächsten Schritt vorzubereiten; über die erforderliche Freigabe entscheidet die zuständige Person.

Auch externe KI-Agenten nutzen kontrollierte Systemdienste

Die Interaktion muss nicht in der Nomentia-Oberfläche beginnen. Über das Model Context Protocol (MCP) können zugelassene MCP-fähige KI-Clients und Agenten mit den Nomentia-Systemdiensten arbeiten. Die Anmeldung erfolgt über die Identität des jeweiligen Nutzers. Es gelten dieselben Berechtigungen, Kontrollregeln, Protokollierungs- und Nutzungsrichtlinien wie innerhalb der Plattform.

Das wird relevant, wenn Unternehmen freigegebene KI-Clients wie Copilot oder Claude einsetzen oder eigene Agenten mit mehreren internen Anwendungen verbinden. Über MCP kann Nomentia in solche Arbeitsabläufe eingebunden werden, ohne dass Teams Finanzdaten für jede Analyse exportieren und die Zugriffsregeln außerhalb des Systems neu aufbauen müssen. Der Zugangsweg ändert sich, das Berechtigungsmodell nicht.

Was KI-Agenten heute übernehmen können

Der aktuelle Funktionsumfang ist auf unterstützende und vorbereitende Tätigkeiten ausgelegt, nicht auf ein eigenständig handelndes Treasury. Nach einer Nutzeranfrage kann das System deren Bedeutung interpretieren, passende Werkzeuge auswählen, Daten abrufen, Berechnungen durch Nomentia ausführen lassen, Antworten und Diagramme erstellen, Hilfetexte suchen und den Vorgang protokollieren. Bei unterstützten Änderungen kann es den vorgesehenen Schritt zur Prüfung vorbereiten.

Der Nutzer formuliert weiterhin die Aufgabe, prüft die Antwort, bewertet die Konsequenzen und bestätigt vorgeschlagene Änderungen. Freigaben innerhalb der einzelnen Module bleiben bei den autorisierten Personen. Ein großer Teil des Nutzens entsteht bereits dadurch, dass Informationen und Belege schneller verfügbar sind – ganz ohne unbeaufsichtigte Ausführung von Prozessen.

Fragen aus dem Treasury-Alltag schneller beantworten

Zu Tagesbeginn kann Treasury abfragen, welche Kontostände über Nacht eingegangen sind oder welche Zahlungen Aufmerksamkeit erfordern. Im Zahlungsverkehr lässt sich untersuchen, welche Transaktionen abgelehnt wurden und welche Gründe dafür vorliegen. Vor einem Management-Termin können Salden nach Gesellschaft, Bank oder Währung zusammengestellt werden. Ein Analyst kann innerhalb derselben Unterhaltung Details zu einem Kontrahenten oder Konto nachfragen.

Der gemeinsame Nutzen liegt in der kürzeren Zeit bis zur Antwort. Die Nutzer müssen weniger durch das System navigieren und können mehr Zeit darauf verwenden, die Informationen einzuordnen und gegebenenfalls Maßnahmen abzuleiten.

Spontane Anfragen müssen nicht bei einer einzigen Fachperson landen

In vielen Treasury-Teams wissen ein oder zwei Personen besonders genau, wo welche Information im System zu finden ist. Anfragen von Kollegen, Vorgesetzten oder neuen Teammitgliedern landen deshalb immer wieder bei ihnen – während die übrigen Beteiligten auf die Antwort warten.

Ein Zugang in natürlicher Sprache kann dieses Wissen im Team besser verfügbar machen. Nutzer müssen nicht jeden Navigationsweg kennen, um eine Frage zu stellen. Auch Hinweise zur Bedienung lassen sich bei Bedarf direkt abrufen. Treasury-Fachwissen wird dadurch nicht ersetzt. Es muss lediglich seltener dafür eingesetzt werden, bereits vorhandene Informationen zu suchen.

Eine kontrollierte Alternative zum Kopieren von Daten in externe KI-Tools

Viele Beschäftigte möchten die KI-Werkzeuge, mit denen sie bereits arbeiten, auch für Auswertungen im Treasury nutzen. Ohne eine kontrollierte Verbindung erscheint ein Export oft als einfachster Weg. Die Daten verlassen dabei die Treasury-Umgebung; welche Informationen außerhalb des Systems verarbeitet werden und ob der Vorgang in die interne Dokumentation einfließt, hängt von der jeweiligen Vorgehensweise ab.

Ein kontrollierter KI-Zugang funktioniert anders: Die Informationen werden erst bei der Anfrage unter den Berechtigungen des Nutzers aus der Plattform abgerufen. Kundendaten werden nicht zum Training von Sprachmodellen Dritter verwendet und laut den KI-Servicebedingungen von Nomentia nicht durch die Modellanbieter gespeichert. Damit lässt sich auch die Einbindung des Treasury in eine unternehmensweite KI-Strategie besser steuern.

Die Nachvollziehbarkeit gilt auch für externe Agenten

Nomentia protokolliert KI-Aufrufe im Audit-Trail, einschließlich der Interaktionen über MCP. Bestätigte, unterstützte Änderungen werden über die regulären Systemdienste ausgeführt und entsprechend dokumentiert. Treasury und IT können so mit demselben Kontrollmodell arbeiten, auch wenn die Nutzer unterschiedliche KI-Oberflächen verwenden.

Ist der KI-Dienst vorübergehend nicht verfügbar, bleiben die zugrunde liegenden Nomentia-Module weiterhin nutzbar. Die KI beschleunigt den Zugang zu Informationen und unterstützten Aufgaben; sie ist keine Voraussetzung für die Ausführung der Kernprozesse.

Wie Nomentia AI die übrigen Funktionen der Smart Treasury Suite ergänzt

Nomentia AI bietet einen übergreifenden Zugang in natürlicher Sprache und erfüllt damit eine andere Aufgabe als die weiteren Analysefunktionen der Smart Treasury Suite.

Nomentia Analytics stellt wiederkehrende Standard-Reports und kontrolliertes Self-Service-Reporting bereit, zunächst insbesondere auf Basis von Zahlungsdaten. Nomentia Predictive Forecasting analysiert historische Liquiditätstransaktionen und erzeugt eine eigenständige statistische Referenzprognose. Nomentia AI ermöglicht es, verfügbare Informationen und unterstützte Systemdienste innerhalb des jeweiligen Berechtigungsumfangs im Dialog abzufragen.

Diese Funktionen ergänzen sich: Nomentia Analytics liefert den regelmäßig benötigten Überblick, Nomentia Predictive Forecasting ergänzt ihn um eine vorausschauende Referenz, und Nomentia AI erleichtert spontane Rückfragen und die Vorbereitung unterstützter Aufgaben.

Kürzere Wege zur Antwort, ohne Abstriche bei den Kontrollen

Der Nutzen von KI-Agenten im Treasury lässt sich konkret beschreiben: Fragen direkt an das System stellen, schneller Antworten erhalten und wiederkehrende Arbeitsschritte vorbereiten lassen. Damit das im Finanzumfeld funktioniert, müssen Datenzugriff, Berechnungen, Freigaben und Verantwortlichkeiten klar geregelt sein.

Nomentia AI orientiert sich an diesen Anforderungen. Finanzielle Berechnungen bleiben bei den Systemdiensten, der Datenzugriff richtet sich nach den Rechten des Nutzers, unterstützte Änderungen erfordern seine Bestätigung und bestehende Freigabeprozesse bleiben erhalten. Der Weg zur Information wird kürzer, ohne dass die Kontrollen dahinter aufgeweicht werden. 

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Nomentia AI?

Nomentia AI ermöglicht die Abfrage der jeweils lizenzierten Nomentia-Funktionen in natürlicher Sprache. Nutzer erhalten auf Grundlage aktueller, berechtigungsgesteuerter Plattformdaten Antworten, Tabellen oder Diagramme zu ihrer Treasury-Umgebung.

Was versteht Nomentia unter einem KI-Agenten?
Zugelassene MCP-fähige KI-Clients und Agenten, beispielsweise Copilot oder Claude, können mit Nomentia-Systemdiensten unter der Identität des Nutzers interagieren. Dabei gelten dieselben Berechtigungen, Protokollierung und Bestätigungspflichten.
Berechnet Nomentia AI finanzielle Kennzahlen selbst?
Nein. Positionen, Währungsumrechnungen und Summen werden von den dafür vorgesehenen Nomentia-Systemdiensten nach festgelegter Logik berechnet. Das Sprachmodell interpretiert die Frage und formuliert die Antwort.
Kann KI Zahlungen freigeben oder eigenständig ausführen?
Nomentia AI umgeht keine Freigabeprozesse der Module. Unterstützte Änderungen müssen vom Nutzer bestätigt werden; Zahlungs- und Workflow-Freigaben verbleiben bei den autorisierten Personen.
Werden Kundendaten zum Training externer KI-Modelle verwendet?
Laut den KI-Servicebedingungen von Nomentia werden Kundendaten weder zum Training von Sprachmodellen Dritter verwendet noch von den Modellanbietern gespeichert.