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15.6.2026 | Zuletzt aktualisert am 22.6.2026

4 min

Wie Sie einen Business Case für Treasury-Automatisierung erstellen

Wie kann ich den ROI von Treasury-Automatisierung abschätzen?
 Sie können den ROI von Treasury-Automatisierung schätzen, indem Sie Zeitaufwand, Kosten und Risiken betrachten, die durch manuelle Prozesse in Bereichen wie Zahlungsverkehr, Cash Visibility, Forecasting und Reporting entstehen. Schon eine grobe Schätzung kann Treasury- und Finance-Teams helfen zu beurteilen, ob Automatisierung einen messbaren geschäftlichen Nutzen schaffen kann, bevor ein vollständiger Investitionsantrag erstellt wird. 
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Treasury-Teams wissen oft sehr genau, wo die Probleme liegen.

Die Ermittlung der Cash-Position dauert zu lange. Der Zahlungsverkehr läuft über mehrere Portale, Formate und Freigabeschritte. Forecasts hängen von Tabellen, manuellen Eingaben und verspäteten Rückmeldungen ab. Kontrollen funktionieren zwar – aber oft nur deshalb, weil erfahrene Mitarbeitende genau wissen, wie sie den Prozess zusammenhalten.

Die Herausforderung besteht also nicht immer darin, das Problem zu erkennen. Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, die geschäftlichen Auswirkungen greifbar zu machen.

Ein Business Case für Treasury-Automatisierung muss mehr leisten als die Aussage: „Wir brauchen bessere Software.“ Er muss zeigen, an welchen Stellen die heutige Arbeitsweise Kosten, Risiken und unnötigen Aufwand verursacht – und wie Automatisierung Transparenz, Kontrolle und Planbarkeit im täglichen Treasury verbessern kann.

Damit wird der ROI von Treasury-Automatisierung zu einer sehr praktischen Frage: Wie viel Zeit ließe sich einsparen, wie viel manueller Aufwand könnte entfallen, und mit wie viel mehr Sicherheit könnte Treasury Entscheidungen rund um Zahlungsverkehr, Liquidität, Forecasting und Risiko unterstützen?

Starten Sie mit der heutigen operativen Realität

Ein überzeugender Business Case beginnt mit der Frage, wie Treasury heute tatsächlich arbeitet.

  • Wie werden Salden erfasst?

  • Wie viele Banken und Gesellschaften sind beteiligt?

  • Wie werden Zahlungsdateien erstellt, freigegeben und an die Bank übermittelt?

  • Wie werden Forecast-Daten eingesammelt?

  • Welche Prozesse hängen noch von Tabellen, E-Mail-Updates oder lokalen Workarounds ab?

Diese Fragen sind wichtig, weil manueller Treasury-Aufwand oft in täglichen Routinen verborgen bleibt. Für eine Cash-Position werden womöglich mehrere Datenquellen zusammengeführt. Ein Zahllauf kann unterschiedliche Portale und Freigabewege erfordern. Ein Forecast ist vielleicht erst dann vollständig, wenn mehrere Teams ihre Rückmeldungen geliefert haben.

Für sich genommen wirkt keiner dieser Schritte wie ein großes Problem. Zusammengenommen entsteht daraus jedoch spürbare operative Reibung.

Der Business Case wird stärker, wenn diese Routinen klar beschrieben werden: Was kostet Zeit? Was führt zu Verzögerungen? Wo entstehen Abhängigkeiten? Und an welchen Stellen fehlt Treasury ein verlässlicher Gesamtüberblick?

Quantifizieren Sie den Zeitaufwand für manuelle Arbeit

Zeitersparnis ist oft der einfachste Einstieg.

Betrachten Sie wiederkehrende Aufgaben in Cash Management, Zahlungsverkehr, Forecasting, Abstimmung und Reporting. Schätzen Sie, wie viele Stunden pro Woche dafür aufgewendet werden, Daten zusammenzutragen, Dateien zu prüfen, Tabellen zu aktualisieren, Ausnahmen zu klären oder Berichte für das Management vorzubereiten.

Dabei geht es nicht darum zu unterstellen, dass Automatisierung Treasury-Expertise ersetzt. Das Gegenteil ist der Fall. Sie schafft Freiräume, damit Treasury seine Expertise dort einsetzen kann, wo sie wirklich zählt: bei der Beurteilung der Liquidität, der Verbesserung von Forecasts, dem Management von Ausnahmen, der Unterstützung von Finanzierungsentscheidungen und der sicheren Beantwortung von Fragen aus der Geschäftsleitung.

Genau hier wird der ROI von Treasury-Automatisierung greifbar. Wenn ein Team einen erheblichen Teil seiner Zeit darauf verwendet, Daten aufzubereiten, bevor überhaupt eine Analyse möglich ist, dann verursacht der heutige Prozess einen messbaren Aufwand.

Berücksichtigen Sie den Wert besserer Cash Visibility

Cash Visibility ist oft einer der klarsten Treiber im Business Case.

Wenn Treasury Salden über mehrere Banken, Gesellschaften und Systeme hinweg zusammentragen muss, liegen die Daten im Unternehmen zwar grundsätzlich vor – aber nicht immer dann, wenn sie gebraucht werden. Bis die Informationen zusammengeführt sind, können sie bereits veraltet sein.

Diese Verzögerung beeinflusst Entscheidungen. Treasury hat dann womöglich keinen verlässlichen Überblick darüber, wo Liquidität verfügbar ist, wo Finanzierungsbedarf entsteht oder wie sich künftige Positionen entwickeln.

Bessere Cash Visibility unterstützt weit mehr als nur das Reporting. Sie hilft Treasury dabei, die aktuelle Position zu verstehen, Bewegungen zu überwachen, Liquiditätslücken früher zu erkennen und dem CFO belastbarere Informationen bereitzustellen.

Zeigen Sie die Wirkung von Payment Automation

Manuelle Zahlungsprozesse umfassen häufig mehrere Banking-Portale, unterschiedliche Dateiformate, Tokens, Freigaben und lokale Besonderheiten. Das erhöht den Aufwand für Vorbereitung und Prüfung von Zahlungen. Gleichzeitig wird die Überwachung schwieriger – insbesondere dann, wenn ein Unternehmen über mehrere Gesellschaften und Banken hinweg arbeitet.

Die Vorteile von Payment Automation können in konsistenteren Abläufen, weniger manuellen Uploads, klareren Freigabeprozessen, belastbareren Audit Trails und besserer Transparenz über den Zahlungsstatus liegen.

Für die Geschäftsleitung liegt der Wert nicht nur darin, dass Zahlungen schneller verarbeitet werden. Entscheidend ist vor allem, dass Zahlungsprozesse leichter zu steuern, leichter zu überwachen und leichter nachvollziehbar werden.

Verbinden Sie Forecasting mit besserer Entscheidungsqualität

Ein Business Case für Cash Forecasting sollte sich nicht nur darauf konzentrieren, wie lange die Erstellung eines Forecasts dauert.

Die größere Frage ist, ob Treasury dann verlässliche, vorausschauende Einblicke liefern kann, wenn das Unternehmen sie braucht. Wenn Forecasts von manuellen Eingaben und verspäteten Rückmeldungen abhängen, verbringt Treasury zu viel Zeit mit dem Einsammeln von Informationen – und zu wenig Zeit mit der Analyse ihrer Bedeutung.

Automatisierung kann einen besseren Forecasting-Prozess unterstützen, indem sie die Datenverfügbarkeit verbessert, manuelle Konsolidierung reduziert und den Vergleich zwischen erwarteten und tatsächlichen Positionen erleichtert.

Das ist wichtig, weil Forecasting nicht nur eine Treasury-Aufgabe ist. Es unterstützt Finanzierungsentscheidungen, Liquiditätsplanung, Working-Capital-Diskussionen und Szenarioanalysen. Ein besserer Forecast gibt dem Unternehmen mehr Zeit zum Handeln.

Bauen Sie den Business Case rund um messbare Ergebnisse auf

Ein belastbarer Business Case sollte die Komplexität im Treasury in Ergebnisse übersetzen, die auch andere Stakeholder verstehen.

Für den CFO kann das ROI, Kostentransparenz, Cash Visibility und mehr Sicherheit bei Liquiditätsentscheidungen bedeuten. Für Treasury bedeutet es weniger manuellen Aufwand, bessere Übersicht und verlässlichere Prozesse. Für IT kann es eine weniger fragmentierte Systemlandschaft und besser beherrschbare Integrationen bedeuten. Für Einkauf oder Beschaffung geht es um nachvollziehbare Einsparpotenziale und ein klareres Gesamtbild der Investition.

Der Business Case sollte deshalb drei Fragen beantworten:

  • Was kostet uns der aktuelle Prozess?

  • Wo verursacht er Risiko oder Verzögerung?

  • Was würde sich verbessern, wenn Treasury mehr Transparenz, Automatisierung und Kontrolle hätte?

So bleibt die Diskussion auf den geschäftlichen Nutzen fokussiert – nicht auf einzelne Funktionen.

Schätzen Sie Ihren Treasury-Automation-ROI

Viele Treasury-Teams wissen, dass ihre heutige Arbeitsweise ineffizient ist. Was oft fehlt, ist eine belastbare Größenordnung für die Investitionsdiskussion.

Der Nomentia Treasury ROI Calculator hilft dabei, diese operative Realität in eine klarere Schätzung zu übersetzen. Treasury- und Finance-Teams können damit potenzielle Zeit- und Kosteneinsparungen in den Bereichen Zahlungsverkehr, Liquidität, Forecasting und Kontrolle berechnen.

Er ersetzt kein vollständiges Investitionsmodell. Er ist ein praxisnaher Ausgangspunkt, um einen Business Case aufzubauen, Stakeholder auf eine gemeinsame Grundlage zu bringen und besser zu verstehen, welchen Wert verbesserte Treasury-Prozesse haben können.

Für Teams, die Treasury-Automatisierung, Cash-Management-Software, Payment Automation oder ein Treasury Management System bewerten, hilft der Calculator dabei, eine zentrale Frage zu beantworten:

Wie viel könnte Ihr Unternehmen einsparen, wenn manuelle Treasury-Arbeit durch klarere, kontrolliertere und stärker automatisierte Prozesse ersetzt wird?

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