Die eigentliche Produktanforderung ist die Frage
Wenn Teams Reporting-Software entwickeln, ist es sehr einfach, mit der Oberfläche zu beginnen. Welches Dashboard bauen wir? Welches Diagramm gehört nach oben? Welche Filter soll der Nutzer bekommen?
Ich beginne lieber einen Schritt früher: Welche Frage versucht das Finance-Team eigentlich zu beantworten?
Wie viel haben wir in diesem Monat bezahlt? Welche Währungen haben die Veränderung verursacht? Wer sind unsere größten Kontrahenten? Warum werden mehr Zahlungen abgelehnt? Welche Bank oder Gesellschaft steht hinter der Entwicklung? Was muss der CFO verstehen, bevor er eine Entscheidung trifft?
Wenn das Dashboard diese Fragen nicht leichter beantwortbar macht, erfüllt es seinen Zweck nicht vollständig.
Wiederkehrende Fragen brauchen bereits eine gepflegte Antwort
Viele Fragen im Zahlungsverkehr sind nicht unternehmensspezifisch. Treasury-Teams betrachten immer wieder Zahlungswerte und -volumen, Währungen, Kontrahenten, Länder, Zahlungsarten und Muster bei abgelehnten Zahlungen.
Deshalb beginnt Nomentia Advanced Analytics mit vorkonfigurierten Dashboards und Reports, die von Nomentia gepflegt werden.
Es geht nicht darum, Flexibilität einzuschränken. Es geht darum, unnötigen Reporting-Aufwand bei Fragen zu vermeiden, deren Logik bereits klar ist. Eine wiederkehrende Frage sollte nicht jedes Mal zu einem neuen BI-Projekt werden.
Konsistenz spart Zeit
Ein Report spart nur dann Zeit, wenn die Nutzer der Logik dahinter vertrauen.
Wenn jeder Analyst seine eigene Variante des Zahlungsvolumens berechnet oder leicht unterschiedliche Filter verwendet, verbringt die Organisation Zeit damit, Reports miteinander abzugleichen, statt über die Aussage der Zahlen zu sprechen.
Ein gepflegtes Dashboard schafft eine gemeinsame Ausgangsbasis. Finance beginnt mit derselben Definition, und Vergleiche zwischen Perioden lassen sich leichter nachvollziehen und vertreten.
Auch die freie Analyse hat ihren Platz
Es wird immer Fragen geben, die wir nicht im Voraus kennen.
Unternehmen unterscheiden sich in ihren Management-Strukturen, Bankbeziehungen und Reporting-Anforderungen. Für diese Fälle ist Self-Service-Reporting wichtig.
Die Verantwortung muss dabei klar bleiben. Nomentia trägt die Verantwortung für die Logik der vorkonfigurierten Reports. Der Kunde trägt die Verantwortung für die Logik seiner selbst erstellten Reports. Diese Trennung macht das Reporting-Modell belastbarer, weil klar ist, welche Antwort als Standard gepflegt wird und welche auf einer kundenspezifischen Auswertung beruht.
Natürliche Sprache macht Ad-hoc-Fragen schneller und günstiger
Die Reporting-Anfragen, die Treasury am häufigsten aus dem Arbeitsfluss reißen, sind oft genau die, die in keinem Monats-Dashboard vorgesehen sind.
Jemand möchte wissen, welche Bank die meisten Ablehnungen hatte. Der CFO fragt nach den größten Kontrahenten einer bestimmten Gesellschaft. Oder ein Nutzer will vor einem Termin die aktuelle Periode mit der vorherigen vergleichen.
Mit Nomentia AI können Nutzer solche Fragen in natürlicher Sprache an die Daten und Dashboards stellen, auf die sie zugreifen dürfen.
Damit wird nicht jede Chat-Antwort automatisch zu einem offiziellen Report. Es bedeutet vielmehr, dass sich eine spontane Fragestellung mit deutlich weniger Aufwand untersuchen lässt.
Ein gutes Dashboard sollte logisch zur nächsten Frage führen
Ein gutes Dashboard sollte die Untersuchung nicht beenden.
Wenn das Zahlungsvolumen steigt, sollte der Nutzer erkennen können, welche Gesellschaften, Währungen oder Kontrahenten den Anstieg erklären. Wenn sich die Zahl der Ablehnungen verändert, sollte der nächste Schritt zu Bankrückmeldung, Ablehnungsgrund und einzelnen Zahlungen führen.
Der Weg vom Überblick zum Beleg ist für mich einer der wichtigsten Teile der Nutzererfahrung. Treasury muss eine Zahl hinterfragen können, ohne dafür die Reporting-Umgebung verlassen zu müssen.
Payments ist ein guter Ausgangspunkt
Der erste Scope von Nomentia Advanced Analytics ist Payments.
Das ist eine bewusste Entscheidung. Zahlungsdaten enthalten bereits eine sehr aussagekräftige Dokumentation tatsächlicher Mittelabflüsse, und die Fragen dazu sind konkret genug, um von Anfang an einen praktischen Mehrwert zu schaffen.
Wen haben wir bezahlt? Wie viel? In welcher Währung? Über welche Bank? Was ist fehlgeschlagen? Was hat sich verändert? Das sind operative Fragen, aber sie sind ebenso relevant für Liquidität, Bankenmanagement und CFO-Reporting.
Der Nutzen entsteht, wenn dieselbe Antwort nicht immer neu gebaut werden muss
Ich erwarte nicht, dass Excel aus dem Treasury verschwindet, und das sollte es auch nicht. Für flexible Analysen bleibt es ein wichtiges Werkzeug.
Was ich reduzieren möchte, ist die Situation, in der jede wiederkehrende Management-Frage mit demselben Datenexport beginnt und dieselbe Logik erneut aufgebaut werden muss.
Je mehr dieser verlässlichen Ausgangsbasis wir direkt in Nomentia bereitstellen, desto mehr Zeit bleibt Treasury für die Interpretation der Ergebnisse.
Nomentia Advanced Analytics wird mit KI als Zugriffsweg noch nützlicher
Besonders interessant finde ich die Kombination aus einer gepflegten Reporting-Basis und dem Zugriff in natürlicher Sprache.
Das Dashboard beantwortet die Fragen, von denen wir wissen, dass sie wiederkommen. Self-Service-Reporting deckt unternehmensspezifische Ansichten ab. Nomentia AI hilft bei Fragen, die niemand im Voraus geplant hat.
Diese drei Wege geben Finance unterschiedliche Möglichkeiten, auf dieselben kontrollierten Daten zuzugreifen, ohne jede Fragestellung in dieselbe Oberfläche zwingen zu müssen.
Erst die Frage, dann der beste Weg zur Antwort
Das ist das Prinzip, nach dem ich über Advancde Analytics im Treasury denke.
Manche Fragen verdienen ein vorkonfiguriertes Dashboard. Für andere ist ein kundenspezifischer Report sinnvoll. Wieder andere sollten einfach einmal in natürlicher Sprache gestellt und beantwortet werden.
Das Reporting wird besser, wenn das System alle drei Wege unterstützt, ohne die Verbindung zu den zugrunde liegenden Daten und Berechtigungen zu verlieren.
Die Frage kommt zuerst. Dashboard, Report oder AI-Interaktion sind die Wege, auf denen wir sie beantworten.
Marc Vietor
Chief Product Officer, Nomentia